ARTIKEL | 130 Jahre Fichtenau wurde begangen, gefeiert am 12. und 13. September 2026 in Fichtenau. Die Sonne schien. Und um 11 Uhr begann eine Führung durch diesen Ortsteil. Wir haben übrigens fünf davon, Ortsteile! Die Vorsitzende vom Ortschronikfachbeirat Christine Große und Prof. Thomas Jung führten. Man traf sich an der Feuerwache in der Brandenburgischen Straße. Unheimlich viele Fichtenauer, bzw. Schöneicher waren gekommen. Im Festprogramm war als erster bzw. nächster Treffpunkt das Ärztehaus „Altes Kino“. Auch der Bürgermeister grüßte und eröffnete noch mal. Danach war er aber wieder verschwunden…
Ich mache jetzt keinen schriftlichen Ortsrundgang, vielleicht einige historische Punkte. Zum Beispiel das (alte) Rathaus. 1914 wurde dort das Gemeindeamt von Kleinschönebeck eröffnet, bzw. gemietet, vom Bürgermeister a.D. Wittstock. Ein Nachfahre der historischen Familie nahm übrigens an der Führung teil! 1920 erwarb die Gemeinde das Grundstück. Und es blieb ein solches Verwaltungsamt bis 2014. Die nächste „Station“ – das Max-Fechner-Haus. Max Fechner war von der SPD im Reichstag…doch das kann man alles googeln. Interessant aber, dass er der erste Justizminister der DDR war. Und er wies darauf hin, dass die Streiks am 17. Juni 1953 nicht verboten, sondern verfassungskonform waren. Folgte darauf natürlich seine Amtsenthebung… Haft. Wir hatten übrigens eine Max-Fechner-Straße. Und die Gemeindevertretung nach der Wende schaffte sie ab!
Aber das soll hier keine wiederholende Ortsführung aktueller und historischer Art werden. Die Leute wurden dann bissel weniger. Waren ja auch etliche nicht mehr ganz so junge Einwohner dabei! Aber mitwandernde Bewohner beteiligten sich bald und berichteten auch Interessantes über ihr historisches Wohnhaus, so man vorbeikam. Aber die beiden Ortschronisten und Vorbereitende und auch Begleitende vom Beirat sollen hier wahnsinnig gelobt und bedankt werden. Auch die ganzen Straßenfest-Macher!
Und der Speckgürtel-Ortsteil um 1900 hat viele interessante und historische Berührungs- und Bausteine…
Auch informativ das ehemalige Rosa-Luxenburg-Haus, Kurze-Straße/Am Pelsland. Da gabs auch einen Artikel in Schöneiche Konkret über die Schweizerin Mentona Moser, die das Haus 1928 für die KPD erwarb. Die Jahreszahl verrät, dass damit baldigst Schluss war. Was bedeutet übrigens „Pelsland“? Keine Jägerei, sondern felsiges, also mieses Land!
Und während ich das hier notiere, Sonntag gegen10 Uhr, nieselt es… Das ist fies… aber es hörte wieder auf. Meinerseits: Schönen Tag noch!

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