Und sie bewegt sich doch!

Kolumne Kater |

Also zunächst wollte ich Galilei allgemein widersprechen. Zumindest, was die Gemeindevertretersitzung vom 19.5. angeht. Vier Schöneicher saßen da. Zwei davon Prager-Straßen-Petitanten. Und der Bürgermeister berichtete eine halbe Stunde von der Arbeit seiner Ämter. Was die alle, die Vertreter, ja auch im Amtsblatt nachlesen können.

Dann die Einwohnerfragestunde. Die beiden von der Straßen-Initiative durften da 40 Minuten fragen und auch selber antworten. Die Abgeordneten dürfen übrigens nur 2 Minuten sprechen. Prager Straße Verkehrsberuhigung, Radlerstraße, schon 60 Befürworter, was und wie und um die Ecke. Und abgefräste Kopfsteinpflaster gibts auch schon auf der Welt.

Dann ratzbatz Bebauungspläne: „Wohngebiet Schillerstraße, Hohes Feld, Leibnitz-/Fichtestraße“. „Wohngebiet Brandenburgische Straße/ Heuweg/ Berliner Straße“.

Und der B-Plan vom Gymnasium, bzw. der „Weiterführende Schule Wittstock-/ Woltersdorfer Straße“. Interessant. Zumindest ich bewegte mich innerlich, miau! 24 Klassen, Unterrichtsräume, Fachräume, Verwaltung, Sanitär, Sporthalle, Sport draußen, Schulhof, Grünzeug, Stellplätze für Fahrrad und Auto, und natürlich können die Eltern ihre jetzt größeren Kleinen auch mit dem Auto zur Schule bringen. Der Landkreis hat dem allen zugestimmt und im Herbst soll es losgehen.

Am 9.5. gab es eine Haushaltssitzung mit beschlossener Haushaltsführung – aber das konnten Sie ja schon im letzten Schöneiche KONKRET entdecken.

Jetzt kamen noch zwei Publikumsgäste von der Bürgerstiftung. Es ging um das denkmalgerechte Anstrahlen der Schlosskirche zu festgelegten Zeiten. Das Licht wird dann insektenfreundlich in die Umgebung glänzen. Kosten darf dieser Umbau natürlich nichts. Kommt die Bürgerstiftung für auf. Das Bestrahlen selber macht die Gemeinde wie bisher. Die Denkmalbehörde muss dem noch zustimmen. Wird sie sicher.

Kommunale Wärmeplanung. Sowas wird gefördert und soll 2045 fertig sein. Hat aber keine schlussendlichen Rechte und Pflichten bei der Gemeinde und bei Euch einzelnen Schöneichern.

Zum Schluss hatten die Linken einen Vorschlag für eine jährliche Trauer- bzw. Gedenkfeier  auf dem kommunalen Friedhof für einsam Verstorbene eingereicht. In den letzten vier Jahren waren es 16. Die Gemeinde stellt dafür die Trauerhalle zur Verfügung und wird eine Gedenktafel verwalten, und die ehrenamtlichen Leute vom Mementotag werden es mit organisieren. Übrigens der (internationale) Memento mori Tag am 8.  August ist immer ein tolles Andenken und wunderbares Erinnern auf der Friedensaue. Der Jugendbeirat schlägt vor diese Trauerfeier in den Memento mori Tag zu integrieren.

Also hat sie sich dann doch bewegt, die Gemeindevertretung.

Ihre Miau-Journaile 

(Mittlerweile hat das schon funktioniert. Es wird am Memento-Tag um 13.30 Uhr eine solche Gedenkfeier auf dem Friedhof geben)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..