„Schöneiche muss Schöneiche bleiben. Eine solidarische und grüne Gemeinde!“

In einer Sondersitzung am 9. Mai 2026 entscheidet die Gemeindevertretung über den Gemeindehaushalt 2026. Der von Bürgermeister Ingo Röll (CDU) vorgelegte Haushaltsentwurf enthält zahlreiche Kürzungen in sozialen und ökologischen Bereichen. Sie gehen an die Substanz dessen, was unsere „Waldgartenkulturgemeinde“ bisher ausmacht.

Beispielhaft ist der Vorschlag des Bürgermeisters, in den nächsten vier Jahren keine Gelder für das Pflanzen neuer Bäume bereitzustellen. Obwohl in den vergangenen Jahren bereits stets weniger Bäume neu gepflanzt als gefällt worden sind. Auch die Aktion „Bäume für neugeborene Kinder“ soll gestrichen werden.

„Schöneiche hat sich bisher dadurch ausgezeichnet, dass solidarisch mit den armutsbetroffenen und sozial benachteiligten Einwohnerinnen und Einwohnern umgegangen worden ist.“ erklärt Karin Müller, Fraktionsvorsitzende der SPD in der Gemeindevertretung. „Auch Leistungen für Familien und die Unterstützung des Ehrenamts in unseren zahlreichen Vereinen bilden die Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Ort.“

Der Vorsitzende der Fraktion Die Linke, Fritz Viertel, ergänzt: „Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware in Schöneiche. Selbst Familien mit durchschnittlichen Einkommen finden hier kaum noch eine bezahlbare Bleibe. In dieser Situation ist es grundfalsch, den Bau neuer Gemeindewohnungen auf Eis zu legen. Mit der kompletten Streichung im Haushalt sind die schon zugesagten Fördermittel für 16 weitere, bezahlbare Mietwohnungen an der Warschauer Straße weg.“

Auch über den Einsatz der rund 4,9 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes wird die Gemeindevertretung mit dem Haushalt 2026 entscheiden. Hierzu fordert Stefan Brandes, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen: „Mit 750.000 Euro könnte die Grüne Wabe im Kleinen Spreewaldpark endlich gebaut werden. Damit entstünde Raum für Begegnung, Kultur und Umweltbildung, den Schöneiche dringend braucht. Diese Chance sollten wir nicht ungenutzt lassen.“

In einem gemeinsamen Änderungsantrag setzen sich die Fraktionen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen in der Gemeindevertretung dafür ein, die schlimmsten Kürzungen im Haushalt zu stoppen. „Schöneiche muss Schöneiche bleiben. Eine solidarische und grüne Gemeinde! Das dürfen wir nicht auf’s Spiel setzen, um kurzfristig wenige Euro einzusparen.“, fordern die drei Fraktionsvorsitzenden.

Ein Kommentar zu „„Schöneiche muss Schöneiche bleiben. Eine solidarische und grüne Gemeinde!““
  1. Avatar von Siegfried v. Rabenau
    Siegfried v. Rabenau

    Schöneiche wird Schöneiche bleiben – eine solide und bunte Gemeinde!
    Aus Fehlern kann man lernen, z. Bsp. – bei einer Stichwahl darf man nicht zu faul sein und muß wieder in´s Wahl-Lokal gehen oder nochmal Brief-Wählen!
    Nun, ohne grüne Wabe kann man leben, da reicht auch ein Volksarmeemannschaftszelt mit Biertischgarnituren und Kanonenöfen wofür man im Winter das Holz im Park sammeln kann.
    Aber Bäume dürfen nicht weniger werden, der BM muß ja nicht jeden umarmen!
    Für das Abitur sind nachdem seinerzeit die örtliche Möglichkeit nicht genutzt wurde die lieben Kleinen in die naheliegenden Schulen gefahren mit Bimmel und Bus, das Geld für einen Schultempel könnte man sinnvoller für die schonmal geplanten Neubauten in der Uliza Warschawa nutzen.
    Die Zahl der Alten nimmt zu, die Menge der Kinder nimmt ab. Die Kita´s merken das schon, die Schulen merken´s bald. Auf den Friedhöfen ist jede Menge Platz. (nicht nur für Eichenprozessionsspinner*innen)
    Nun, die momentan Regierenden vor Ort sind natürlich der Meinung das alle anderen nicht mit Geld umgehen können. Man muß es aber auch nicht für „Links“abbieger an der B1 rauswerfen wollen, statt neuer Spur täte es auch eine neue Ampel! (bei dem Gedanken gruselt´s den Schwarzen) Besser für neuen Bewuchs in der Wald-Garten-Kulturgemeinde!

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