Bürgermeister-Stammtisch

KATER |
Der Bürgermeister hatte zu seinem zweiten Stammtisch auf dem Sportplatz eingeladen. Ungefähr ein Dutzend Leute saßen am Tisch. Der Vorsitzende vom Finanzausschuss schaute mal kurz rein. Die Dame von ZfS hielt durch und machte auch aktiv mit. Und ehrlich meinerseits miaut, wer hier jetzt große kommunale Erkenntnisse erwartet, ist sicher enttäuscht. War alles irgendwie in der Gemeindevertretung und entsprechend dann in unserem Kater. Aber Fragen und Fakten kamen entspannt auf den Biertisch. Und wer dann später noch mal auf sein Problem zurückkommen wollte, der machte das zwanglos, oder ein anderer mischte sich, oft familiär neunmalklüger ein, oder hatte plötzlich auch eine Frage dazu.

Warum baut man die Häuser am Stegeweg nicht einfach höher? Gibt doch mehr Wohnungen? Ist bei uns so grün festgelegt. – Das ganze schreckliche Parkchaos kann man doch mit einer Tiefgarage beseitigen? Kostet. Kostet dem Beamtenwohnungsverein.

Die Rüdersdorfer Blitzer-Einnahmen können wir uns da nicht dranhängen? Ist ein anderer Landkreis, aber die Polizei und die Unsrigen sind in Prüfung.

Die LKWs auf der Rahnsdorfer Straße klapperten auch wieder.

Die Berliner/Schöneicher Windrad-Angelegenheit – ein Problem? Übrigens was unsere Verwaltung und der Bürgermeister den Köpenickern auf den Beteiligungstisch gelegt hat, kann man in der Online-Zeitung nachlesen, von wegen der Belange der Gemeinde.

https://sessionnet.owl-it.de/schoeneichebeiberlin/bi/getfile.asp?id=61847&type=do

Der Umzug zum Heimatfest war toll! Das Wetter, 28 Gruppen und die vielen Leute an der Straße. Die Partnergemeinden waren natürlich auch da. Die Schwentinentaler schwärmten sogar noch vom Musikfest, erzählte der Bürgermeister.

Wie funktioniert das mit dem Gymnasium und zunächst mit den Containern? Geht am 25.8. los, und von den 46 angemeldeten Schülern sind ganze 16 aus Schöneiche. Warum? Trauen die Eltern der Gemeinde der Gemeinde nicht? Und die Strausberger Eltern sehen das auch nicht als Wunschschule, sondern nervenaufreibend. Von wegen der langen Fahrwege. Den ihr Schulamt bastelt am Kilometer- und Busproblem herum. Und wenn die nicht herkommen, was ist dann hier mit der Unterzahl?

Was war noch? Fußgängerüberweg an der Pusteblume. – Schwimmhalle, Freibad, Schwimmenlernen? Die hiesigen Kinder werden dazu ins Schwapp nach Fürstenwalde gefahren. – Sandstraßen, „erweiterte Instandsetzung“? Dazu Prioritätenliste. Und dass die Sanierungskosten ständig steigen. Und was ist mit der Kurve und dem Regen in der Leibnitzstraße? – Zaun um Spielplatz Goethepark von wegen Straßenbahn? Parktoilette war auch wieder. – Gewerbegebiet auch –  WSE und Tesla und Gartenwasser und sinkendes Grundwasser.

Als Stammtisch-Schlusswort eine passende Zusammenfassung, die ich dort aufgeschnappt habe: „Die Leute interessieren sich eben, was hier überhaupt so abgeht!“ Miau, ich auch und somit:

Ihre Miau-Journaille

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