die Weinkönigin hat eine Fahne!

Kohl´s Weinkönigin Julia hat eine Fahne…

einst (vor 50 Jahren) ließ Feten-Ete, also Erich der Große, Mühlhausen renovieren. Wegen Bauernkrieg oder so. Da haben ihm Geschichtsbewußte was in den Skat gedrückt.
So ´ne Fahne mit Regenbogenmotiv vom Gewitterhimmel. Thomas Müntzer hatte die Fahne anfertigen lassen und hinter der Kanzel in der Mühlhäuser Marienkirche angebracht. Alle, die zum Bündnis gehören wollten, wurden aufgefordert, sich unter diese Fahne zu stellen. Da hat er sich was eingebrockt, uns Erich!
Heute feiert man 500 Jahre Bauernkriegsgedenken.
Aber schon zu den „Interpimpeln“, also die Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1973 in der Haupstadt der „größten…“ aller Zeiten kam der Regenbogen zur Geltung. Es gab sogar ein stabiles Unterhemd mit Regenbogenstreifen senkrecht – det machte schön schlank. Damit konnte man sich unter die Blauhemden mischen ohne gleich als Klassenfeind erkannt zu werden. Leider bin ich daraus ein wenig herausgewachsen und es kam irgendwann in die Kleidertonne. Heute würde es wegen Altersschrumpfung wieder passen und ich könnte die Weinkönigin besuchen. Huch, würde die quietschen! Und wenn man ihr noch sagen würde, dass einst ein gewisser Jesus mit 12 Diversen durch´s „Eilige Land“ getingelt ist… Nun, für den ging es nicht gut aus, auch wenn er ohne Regenbogenfahne unterwegs war. Dem Merz sein Zirkuszelt, also der Reichstag stand damals noch nicht, noch nicht mal zum Bauernkrieg.
Ob Margot H. Eine Regenbogenfahne auf dem „Lampenladen“… also dem „Ballast der Republik“ geduldet hätte? Immerhin war sie Bildungsministerin, mit queeren Lehrkräften und verhüllten Mädchen soll sie es wohl nicht so gehabt haben…
Wir hatten damals die „Bananen Republik Deutschland“ und es gab „Den Dämlichen Rest“.
Nun, die Weinkönigin kennt die Farben! „Ich sehe schwarz, die Roten kommen, die goldenen Zeiten sind vorbei“ kann sie sich merken, das wir in der Zone „zirkeln mußten damit wir nicht unter den Hammer kommen“ wird ihr nicht mehr gewärtig sein – aber det wir jetzt von der „fetten Henne“ beschissen werden wird sie auch nicht glauben. Aber wenn so komisches (trotzdem ihres) Jungvolk mit Bummsmusik auf Straßen und Plätzen rumhüpft Klöcknert sie rot. Auch wenn im Regenbogen „rot“ vorkommt. Dann stellt sie sich vor, ihr dicker Helmut würde in eine solch bunte Fahne eingewickelt… im Grab würde er randalieren! Und deshalb kommt so eine Fahne nicht auf den Zir… äh Bundestag!
Ach Julia, ach Julia, nun bist Du leider wieder da… vorsichtshalber nicht als Winzerministerin sondern als Krawattenzählpräsidentin eines hohen Hauses. Laß Dir einen guten Tropfen kommen und laß die Bunten draußen hüpfen, und wenn Du dann eine Fahne hast – laß sie im Winde wehen!

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