Seniorenfachtagung – „Gut älter werden in Schöneiche“

ARTIKEL | Seniorenfachtagung – „Gut älter werden in Schöneiche“

Die 31. Brandenburgische Seniorenwoche wurde bei uns in Schöneiche mit einer „Seniorenfachtagung“ am 27. Mai auch im Rahmen des 650-jährigen Ortsjubiläums im Sitzungssaal des Rathauses eröffnet.

Zunächst freundlich mit Gitarrenmusik aus dem Hause Lachmund begrüßt, verbale Begrüßungen vom Bürgermeister, dem Seniorenbüro und dem Seniorenbeirat, wobei Elske Thiemer vom Beirat die Moderation der Veranstaltung übernommen hatte. Ungefähr 50 Schöneicher und Schöneicherinnen hatten die Gelegenheit genutzt, sich aktuell schlau zu machen.

Der Brandenburger Seniorenbeauftragte Norman Asmus eröffnete das Informieren. Er trug die Senioren Leitlinien der Landesregierung vor. In einer Broschüre war eine äußerst umfangreiche Maßnahmenübersicht dokumentiert. Brandenburg ist übrigens bewohnermäßig das 4. älteste Bundesland und 2030 wird fast jeder Dritte hier Senior sein!! Es ging um Mobilität, im Sinne von Autoalternativen, Rufbus z.B., Gesundheitsförderung, digitale Fitness, Engagement, also gesellschaftliche ehrenamtliche Teilhabe – ist bei uns hoch engagiert und ortswichtig. Im ganzen Land wurden 800T Ehrenämter genannt! Neu aufgenommen ist, die Bekämpfung von Armut und Einsamkeit im Alter. Es wurde nicht nur vorgetragen, sondern auch lebendig diskutiert.

Es folgte „Sicherheit, Betrugsmaschen im Alttag, Verkehrssicherheit“. Lars Kaphengst, Polizeihauptkommissar aus Erkner und unser Polizeihauptmeister Lutz Schmolling. Bei Beispielen wie Enkeltrick denkt man eigentlich, dass man das kennt. Aber die Tricks sind so vielfältig kreativ – von Stromablesen, auf Toilette gehen zu dürfen, Telefon prüfen, Beamten vorsprechen, Handwerkerbestellung, Hotlines prüfen, Virusbehauptung… in Schöneiche waren es letztes Jahr dieserart 56 Straftaten, die angezeigt wurden. Verkehrssicherheit: Leichte Steigerung der Unfallzahlen 2024. Aufgezählt wurden nachlassendes Sehen, Hören, Gleichgewicht, Ausdauer, längere Entscheidungsfähigkeit, Krankheiten – Demenz inbegriffen – Medikamente, Nachtblindheit, Hinweis auch auf Gesundheitschecks, auf persönliches Sichtbarsein.

Von einer Amtsperson, den Dienstausweis zeigen lassen. Behörden Telefon 110 – örtlich 03361- 5680. Hinweis auch auf die (online) Internetwache Brandenburg.

Dann stellten sich die Tagespflegeeinrichtungen vor mit Gesprächen, Flyern, Bildschirmpräsentation: Die Tagespflege an der Dorfaue, das Mobile Pflegezentrum Neuenhagen inbegriffen, adviCura Am Rosengarten auch mit einer eigenen Pflegeambulanz. Beide mit täglichem Hol- und Bringedienst. Von den örtlichen stationären Pflegeeinrichtungen, einschließlich betreutem Wohnen war leider nur Herr Schönemann vom Seniorenwohnpark in der Hannestraße ansprechbar – das Theresienheim fehlte.

Koordinierung und Unterstützungsinfos im Rathaus: Heike Preuß. Übrigens von der Einwohnerzahl im Ort sind 30-40% Senioren. Und von den Pflegebedürftigen werden 80-90% zu Hause gepflegt. Und noch ein übrigens: Die Wartelisten der Einrichtungen sind lang!

Zum Abschluss noch mal der Landesbeauftragte mit der genannten Politik des aktiven Alterns… zurück zu verfolgen ins Mittelalter: Wer rastet, der rostet!

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